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22. 7. 2006

Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 1997

Zur Umsetzung des Kyoto-Ziels wurde das Kärntner Wohnbauförderungsgesetz 1997 geändert.

Die Novelle zum K-WBFG 1997 mit der LGBL.Nr. 38/2006 wurde am 29. Juni 2006 kundgemacht und ist seit 01. Juli 2006 in Kraft !

 

Der fortschreitende Klimawandel stellt eines der drängendsten Umweltprobleme der nächsten Jahrzehnte dar. Unter dem Kyoto-Protokoll zur Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen und der Entscheidung 2002/358/EG des Rates und des Europäischen Parlaments zur Genehmigung des Kyoto-Protokolls ist Österreich die Verpflichtung eingegangen, die Treibhausgasemissionen, die zum Klimawandel beitragen, bis zur Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012 um 13% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Zur Umsetzung des Kyoto-Ziels wurde von Bund und Ländern eine gemeinsame Klimastrategie erarbeitet, die am 16.Oktober 2002 durch die Landeshauptmännerkonferenz angenommen wurde.

 

In der Klimastrategie werden erhebliche Kohlendioxid-Reduktionspotentiale im Gebäudebereich identifiziert. Diese sollten einerseits durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz (Niedrigenergie- und Passivhaus, thermisch-

energetische Sanierung) und andererseits durch Umstellungen von fossilen auf erneuerbare Energieträger realisiert werden. Neben den bautechnischen Vorschriften der Länder stellt die Wohnbauförderung das wesentliche Instrument zur Umsetzung dieser Maßnahmen im Wohngebäudebereich dar. Die Vereinbarung sieht demnach gemeinsame Qualitätsstandards für die Förderung der Errichtung und Sanierung von Wohngebäuden vor, welche auf eine Reduktion der Treibhausgasemissionen abzielen. Bei der Errichtung neuer Wohngebäude und beim Ersterwerb von Wohnraum soll die Gewährung von Wohnbauförderungsmittel künftig an Erreichung bestimmter Energiekennzahlen für den Heizwärmebedarf geknüpft werden. Zum Nachweis der Erreichung dieser Energiekennzahlen ist es daher künftig notwendig, beim Erreichen um Förderung zur Errichtung von Wohnraum einen Energieausweis vorzulegen. Ein derartiger Energieausweis ist auch von Nöten, um die Nachhaltigkeit der Sanierung einer bestehenden Heizungsanlage zur Erlangung einer Sanierungsförderung nachzuweisen.

 

Darüber hinaus sollen Anreize für zusätzliche Maßnahmen gegeben werden, um beispielsweise den Einsatz erneuerbarer Energieträger sowie von ökologisch unbedenklichen Baustoffen zu begünstigen. Im Bereich der Wohnhaussanierung sollen besondere Anreize für thermische-energetische Sanierungen, die möglichst die gesamte Gebäudehülle betreffen, geschaffen werden. Bei der Sanierung von Heizungsanlagen sollen die Anreize für klimafreundliche Technologien und Energieträger verbessert werden.

 

Weitere Informationen zum Kärntner Wohnbauförderungsgesetz finden sie auf der Internetseite www.wohnbau.ktn.gv.at .

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