D 2.2. Zusatzkriterium: Vermeidung von Reaktionslacken


Beschreibung Relevante Produktgruppen 

Ziel und Nutzen

Die Reaktivstoffe von Reaktionslacken, besonders von zweikomponentigen Systemen, enthalten meist Stoffe mit erheblichem Gefährdungspotenzial für den Anwender, besonders in der sogenannten Härterkomponente. Im Fall von PU-Systemen sind dies atemwegstoxische Isocyanate in der Härterkomponente, bei Epoxidsystemen sind es mehrere Stoffgruppen sowohl in der Harz- als auch in der Härterkomponente (v.a. Glycolether und Amine), welche sowohl beim Einatmen als auch bei Hautkontakt hoch sensibilisierende Eigenschaften aufweisen, bereits ein einmaliger Kontakt kann bei entsprechend disponierten Personen unter Umständen eine dauerhafte Berufsunfähigkeit nach sich ziehen!

 

Zweikomponentige Beschichtungssysteme auf Polyurethan- oder Epoxidhbasis sollen nur in Ausnahmefällen, wenn keine technisch geeigneten gesundheitsverträglichen Alternativprodukte oder Alternativkonstruktionen verfügbar sind, zum Einsatz kommen.

 

Säurehärtende Lacke (SH-Lacke) geben in maßgeblichem Umfang Formaldehyd frei.

 
Ausschreibungstext

Zweikomponentige Beschichtungssysteme auf Epoxid- oder Polyurethanbasis sind nicht zulässig.

 
Hintergrundinformationen und Literatur
 

baubook
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