Organophosphatestern (OPEs) wurden als Ersatz für die durch das Stockholmer Übereinkommen verbotenen polybromierten Diphenylethern (PBDEs) eingeführt - trotz fehlender umfassender Erkenntnisse über ihre ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen. Die Studie „Globale Umwelt- und toxikologische Auswirkungen von polybromierten Diphenylethern im Vergleich zu Organophosphatestern: Eine vergleichende Analyse und ein bedauerliches Substitutionsdilemma“ (Qadeer et al, 2024) zeigt, dass die physikalischen und chemischen Eigenschaften, das Umweltverhalten und die globalen Konzentrationen von PBDEs und OPEs ähnlich sind und sich in vielen Fällen überschneiden. Bemerkenswert ist, dass die OPE-Konzentrationen in bestimmten unberührten Regionen wie der Arktis und Antarktis im Vergleich zu PBDE sogar um mehrere Größenordnungen angestiegen sind, was auf einen weiträumigen Transport hindeutet. Laut Qadeer et al ist es unerlässlich, dieses Problem anzugehen, bevor sich die globale Kontamination verschlimmert.
Qadeer et al, 2024: Qadeer A, Mubeen S, Liu M, Bekele TG, Ohoro CR, Adeniji AO, Alraih AM, Ajmal Z, Alshammari AS, Al-Hadeethi Y, Archundia D, Yuan S, Jiang X, Wang S, Li X, Sauvé S. Global environmental and toxicological impacts of polybrominated diphenyl ethers versus organophosphate esters: A comparative analysis and regrettable substitution dilemma, Journal of Hazardous Materials, Volume 466, 2024, 133543, ISSN 0304-3894, https://doi.org/10.1016/j.jhazmat.2024.133543.